Essay

KI im Operating, nicht im Marketing

Die meisten Unternehmen reden über KI, statt mit KI zu arbeiten. Der echte Hebel liegt in Prozessen und Softwareentwicklung — nicht in Demo-Reels und Decks. Eine Standortbestimmung zwischen Buzzword und Betrieb.

Christian Maaß auf der Bühne, Vortrag zu KI im E-Commerce-Operating

Platzhalter-Artikel — wird vor Release durch echten Inhalt ersetzt.

Wenn Vorstände heute über KI sprechen, klingt es oft, als ginge es um ein neues Marketinginstrument. In Wahrheit entscheidet sich der Wert von KI nicht im Funnel, sondern im Operating: in den unbeobachteten Routine-Entscheidungen, die ein Unternehmen jeden Tag tausendfach trifft.

Wo der Hebel sitzt

Dort, wo Menschen heute hochfrequente, regelhafte, datenintensive Entscheidungen treffen — Bestellrhythmen, Sortimentsoptimierung, Service-Routing, Code-Reviews — liegt der eigentliche Hebel. Die Frage ist nicht „Wie nutzen wir GPT im Marketing?” sondern „Welche operative Entscheidung treffen wir jeden Tag, und ist sie strukturell oder dem Zufall überlassen?”

Was sich daran erkennen lässt

Ein einfacher Test für KI-Reife: Lass dir die fünf häufigsten manuellen Entscheidungen einer Abteilung zeigen. Wenn keine davon strukturiert dokumentiert ist, ist die Organisation noch nicht in der Lage, KI sinnvoll einzusetzen. Modelle ersetzen keine fehlende Klarheit.

Warum das so selten passiert

Weil es nicht aussieht wie Fortschritt. Operating-Verbesserungen sind unspektakulär, schwer zu fotografieren und brauchen Geduld. Marketing- Anwendungen sind die SaaS-Demo, die jeder kennt. Das eine bringt Umsatz, das andere Klicks.